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Liebe Leserinnen und Leser,

wie auch in den ersten Fake-News Informationen erläutert werden leider ein manches mal Unwahrheiten, Halbwahrheiten oder aus dem Zusammenhang gerissene Sachverhalte verbreitet. All das schürt Unsicherheit, Misstrauen und Ablehnung gegenüber Verwaltung, Behörden und Menschen mit anderen Sichtweisen. Fakten treten in den Hintergrund, während demokratische Diskussionen und Entscheidungsprozesse geschwächt oder sogar bewusst sabotiert werden.

Mit unserem Forum „Gegen Fake-News“ möchten wir Ihnen ein Werkzeug an die Hand geben, um Falschmeldungen besser zu erkennen und einzuordnen.


Fake-News im Februar 2026

1. Verkehrskreisel

Schwurbel: Im „Dorffunk“ wurde die Aussage verbreitet, dass im Einmündungsbereich „Im Römegrund“ / „Grenzhausener Straße“ ein Verkehrskreisel geplant sei.

Diese Behauptung ist nicht zutreffend. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um ein typisches Ergebnis von „Stiller Post“. Ein Verkehrskreisel ist weder vorgesehen noch in Planung. Darüber hinaus wäre die Ortsgemeinde auf einer Kreisstraße für eine solche Maßnahme gar nicht zuständig.
So auch die Rückmeldung des Ortsbürgermeisters auf unsere Nachfrage.

Unabhängig davon ergibt ein Kreisel an dieser Stelle weder verkehrlich einen erkennbaren Nutzen, noch wäre er aufgrund des erforderlichen Flächenbedarfs, der notwendigen Dimensionierung oder der entstehenden Kosten sinnvoll realisierbar.

2. Haushaltslage der Ortsgemeinde Hilgert

Lüge: In der Haushaltsberatung des Weitersburger Gemeinderats wurde von einer Fraktion behauptet, die Ortsgemeinde Hilgert habe im Jahr 2024 trotz Gewerbegebiet ein Minus im Haushalt vorgesehen. Diese Aussage ist falsch.

Fakt: Tatsächlich sah die Haushaltssatzung der Ortsgemeinde Hilgert für 2024 Folgendes vor:

  • Im Ergebnishaushalt einen Jahresüberschuss von ca. 680.000 Euro
  • Im Finanzhaushalt einen Finanzmittelüberschuss von ca. 250.000 Euro
  • Eine Steigerung des Eigenkapitals um ca. 680.000 Euro

Das spätere Rechnungsergebnis 2024 wies im Abschluss aus:

  • Einen Jahresüberschuss von ca. 330.000 Euro im Ergebnishaushalt
  • Einen Finanzmittelüberschuss von ca. 50.000 Euro im Finanzhaushalt

Diese Zahlen sind öffentlich nachvollziehbar und nachzulesen in den Haushaltssatzungen 2024 und 2026 der Ortsgemeinde Hilgert:

Ebenfalls unzutreffend ist die Behauptung, Hilgert habe den Haushaltsausgleich 2025 nur durch den Verkauf eines Grundstücks für eine halbe Million Euro erreicht.
Dazu wurde unsererseits direkt beim Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Hilgert nachgefragt.

Bei den angesprochenen Flächen handelt es sich um gemeindeeigene Grundstücke im Neubaugebiet, im Rahmen der Erschließung, die für selbst genutztes Wohneigentum vergeben werden. Die Ortsgemeinde vermarktet bei diesem Projekt die Grundstücke. Das Vergabeverfahren sieht eine Mischung aus Einheimischenmodell und Zuweisung für Auswärtige vor.
Dieses aus unserer Sicht sehr interessante Vergabekonzept ist öffentlich dokumentiert und hier nachzulesen:

Weiterhin wurde behauptet, das Gewerbegebiet von Hilgert liege weit entfernt vom Ort auf der anderen Seite einer Bundesstraße. Auch diese Aussage ist nicht korrekt. Das Gewerbegebiet befindet sich in etwa 50 Metern Entfernung zur Ortslage und es liegt nicht, wie behauptet, auf der anderen Seite einer Bundesstraße, sondern auf der anderen Seite der Landstraße Rheinstraße (L307). Diese Straße verläuft ebenfalls durch Höhr-Grenzhausen und Bendorf oder auch Ransbach-Baumbach und weitere Orte.

Einen anschaulichen Eindruck vermittelt zudem ein Videobeitrag des SWR zur Straße „In den Erlen“ in Hilgert, die sich im genannten Gewerbegebiet befindet:

3. Haushalt

Lüge: In derselben Haushaltsberatung behauptete eine Fraktion außerdem erneut, dass der Gemeinde nach Abzug der Kreis-, Verbandsgemeinde- und Gewerbesteuerumlage von einem Euro Gewerbesteuereinnahmen nur sieben Cent für eigene Zwecke verblieben.

Fakt: Diese Behauptung wurde ohne Offenlegung derer Berechnungsgrundlage aufgestellt und ist unrichtig. Dass es sich hierbei um eine falsche Darstellung handelt, wurde bereits im Januar unsererseits aufgezeigt. Zusätzlich hat auch die Verbandsgemeindeverwaltung diese Aussage in der gleichen Sitzung am 05.02. im TOP Anfragen ausdrücklich als unzutreffend bestätigt.


 

Weiterführende Informationen

Weitere Hintergründe und hilfreiche Materialien zum Thema Fake-News finden Sie bei der Bundeszentrale für politische Bildung:
https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/stopfakenews/