Nachrichten
Nachrichtenarchiv

Umbenennung des Stromarms geplant

Die FGW-Fraktion im Gemeinderat will den rechten Rheinstromarm entlang der Insel Graswerth in “Weitersburger Stromarm” umbenennen. Damit soll der Anspruch auf einen künftigen Zugang zum Rhein und wirtschaftlichen Aufschwung unterstrichen werden.

Der künftige "Weitersburger Stromarm" des Rheins?

Weitersburg, 1. April 2026 - Die 2.500-Einwohner-Gemeinde auf der Rheinanhöhe sorgt für Gesprächsstoff: Die FGW-Fraktion im Gemeinderat hat einen Antrag gestellt, den rechten Rheinstromarm entlang der Insel Graswerth künftig „Weitersburger Stromarm“ zu nennen. Damit will die Kommune ihren Anspruch auf einen direkten Zugang zum Rhein und perspektivisch zum Meer deutlich machen.

„Das ist der erste Schritt“, betont der Fraktionsvorsitzende der FGW, die den Antrag maßgeblich vorantreibt. Hintergrund sind bereits laufende Gespräche mit den Nachbarstädten Bendorf und Vallendar über mögliche Gebietstausche. Weitersburg möchte sich als vierte Kommune in der Verbandsgemeinde auch strategisch am Wasser positionieren.

Die Pläne gehen weit über eine Namensänderung hinaus: Die Gemeinde sieht darin die Grundlage für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Neben dem Zugang zur Schifffahrt und einer besseren Anbindung an den Bahnverkehr ist auch ein innovatives Projekt im Gespräch: Ein Wasserspeicherkraftwerk soll entstehen, das durch einen rekultivierten Weiher nahe des Sportgeländes betrieben wird. Das Konzept sieht vor, überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen – etwa Wind- und Solarstrom – zu nutzen, um Wasser in höher gelegene Speicherbecken zu pumpen. Bei Bedarf wird das Wasser wieder abgelassen und treibt Turbinen an, um Strom zu erzeugen. Damit könnte Weitersburg nicht nur einen Beitrag zur Energiewende leisten, sondern auch eine lokale Stromreserve schaffen, die die Versorgungssicherheit erhöht. Zusätzlich soll der Weiher ökologisch aufgewertet werden, um Lebensraum für Flora und Fauna zu bieten und gleichzeitig als Naherholungsgebiet für die Bürger zu dienen.

Verkehrstechnisch ist Weitersburg bereits gut angebunden: Die Autobahn A48 verläuft in unmittelbarer Nähe, ergänzt durch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. „Wir machen unseren zukünftigen Anspruch durch die Umbenennung des Stromarms deutlich“, heißt es aus der FGW-Fraktion.

Ob die Initiative Erfolg hat, bleibt abzuwarten – doch eines ist sicher: Weitersburg setzt ein klares Zeichen für seine Zukunft am Wasser.


Vorteile des Projekts
Energieversorgung: Lokale Stromspeicherung für mehr Versorgungssicherheit und Beitrag zur Energiewende
Wirtschaftlicher Aufschwung: Zugang zur Schifffahrt und bessere Anbindung an Bahnverkehr steigern Attraktivität für Unternehmen
Tourismus & Freizeit: Rekultivierter Weiher als Naherholungsgebiet und ökologischer Lebensraum
Infrastruktur: Autobahn A48 sowie Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bereits vorhanden
Nachhaltigkeit: Nutzung erneuerbarer Energien und ökologische Aufwertung der Umgebung