Nachrichten
Nachrichtenarchiv

Wer ehrlich vergleicht, muss alle Steuern gemeinsam betrachten

Die Berechnung von Steuern und Umlagen ist komplex. Genau deshalb ist es oft schwierig, einzelne Zahlen isoliert zu betrachten und daraus weitreichende Schlüsse zu ziehen.

Denn hinter jeder Einnahme steht ein gesetzlich festgelegtes System mit unterschiedlichen Verteilungswirkungen und Vorteilen (oder eben auch Nachteilen). Ein Teil der Mittel verbleibt unmittelbar bei der Gemeinde, ein anderer Teil fließt über Umlagen oder andere Mechanismen wieder ab.
Deshalb greift es zu kurz, nur auf einer einzelnen Steuer herumzureiten oder einen einzelnen Rechenwert zu schauen.

Aus unserer Sicht kommt es deshalb nicht darauf an, einzelne Steuerarten gegeneinander auszuspielen oder isoliert gut bzw. schlecht zu reden, zu welchem Zweck auch immer. Entscheidend ist vielmehr, wie die verschiedenen Einnahmen im Zusammenspiel wirken – also welcher Gesamtbetrag der Gemeinde am Ende tatsächlich zur Verfügung steht.

Zweitstärkste Steuerquelle seit Jahren – und trotzdem klein gerechnet?

Auch die Gewerbesteuer ist in diesem Zusammenhang zu betrachten. Sie ist nicht die einzige wichtige Einnahmequelle, aber ein bedeutender Bestandteil des gesamten Systems. Gerade weil ein Teil der Einnahmen direkt vor Ort verbleibt, trägt sie dazu bei, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde mit zu sichern. Außerdem ist sie in Weitersburg seit inzwischen rund einem Jahrzehnt, also bereits etwa fünf bis sechs Jahre nach dem Start des Gewerbegebietes Ost, die zweitstärkste Steuereinnahmequelle hinter dem Gemeindeanteil der Einkommensteuer.
Auch das zeigt, dass sie sich längst zu einem festen wichtigen Bestandteil der Gemeindefinanzen entwickelt hat.

Wichtig ist daher nicht die isolierte Betrachtung einer einzelnen Steuer, sondern der Blick auf den gesamten Steuermix und auf das, was der Gemeinde netto bleibt.

Unser Punkt ist deshalb:
Wer über Gemeindefinanzen spricht, sollte nicht nur einzelne Zahlen herausgreifen, sondern immer das gesamte System und seine Wirkung für den Gemeindehaushalt im Blick behalten.

Berechnung der verbleibenden Steuereinnahmen!

Da in der aktuellen Diskussion (wir berichteten -hier-) niemand die veröffentlichten Zahlen mit seinen Berechnungen darlegt, haben wir einfach selbst eine vereinfachte Beispielberechnung für die zwei größten Steuereinnahmequellen zur Veranschaulichung erstellt.

Folgen Sie dem Link zur nächsten Seite um die Berechnung zur Veranschaulichung der Komplexität und den Unterschied zwischen Real- und Personensteuern nachzuvollziehen: Zum Teil 2 " Berechnung" - hier klicken -